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Flachbett

Alle MIVA Fotoplotter sind Flachbettgeräte, die die Belichtung von Film, Glas- oder Chromplatten ermöglichen, wobei jede Verformung des Mediums herausgerechnet wird. Der Film wird während des Plotvorgangs an seinem Platz fixiert und die Plotfläche von einem Projektor belichtet. Dieser ist auf einem beweglichen X-Y-Koordinatentisch angebracht, der sich parallel zum Film bewegt. Somit ist es nicht notwendig, das projizierte Bild dynamisch zu fokussieren. Die projizierte Pixelgröße und damit die Strichstärke bzw. Strukturgröße bleibt dadurch über die gesamte Fläche stabil.
Anmerkung: Für eine hohe Durchsatzleistung bei Glasplatten empfehlen wir Fotoplotter der Premium- oder Sprinter-Klasse.

Lichtquelle

Vor dem Plotten wird das gesamte PCB-Image vom Plotter-Controller gerastert. Dabei wird dieses Image in rechteckige Bereiche unterteilt, so dass sie der Größe des räumlichen Lichtmodulators, normalerweise eine Flüssigkristallmatrix im Inneren des Projektors, entsprechen. Jedes Mal, wenn der Belichtungskopf die Zielposition erreicht, wird eines dieser Einzelbilder mittels eines Xenonblitzes auf den Film oder die Glasplatte kopiert. Auf diese Weise werden bei jedem Blitz über eine Million Pixel in ca. 2 Mikrosekunden, der Dauer des Blitzes, auf den Film übertragen. Danach wird das nächste Einzelbild in den räumlichen Lichtmodulator geschrieben, der schon für die nächste Zielposition bereit ist. Die Belichtungs- oder Blitzlichtfrequenz wird von der Bildwiederholrate der Matrix bestimmt und beträgt üblicherweise 25-30 Hertz.
Einzigartig ist die Tatsache, dass die Energie, die den Film erreicht, nicht von der Energie der Lichtquelle abhängt. Die Belichtung einer großen schwarzen Fläche beansprucht die Lichtquelle nicht mehr als die Belichtung von ein paar Pixeln. Somit bleibt die Belichtungsintensität auf der gesamten Fläche konstant.
Die Lebensdauer einer Xenonlampe reicht für mehr als 109 einzelne Blitze – das entspricht mehr als 100 000 vollständig geplotteten Flächen. Dabei beträgt der maximale Stromverbrauch nur 20 Watt. MIVA Technologies garantiert eine Lebensdauer von fünf Jahren für jede Xenonlampe – unabhängig von der Anzahl der durchgeführten Plots.

Auflösung, Geschwindigkeit und Plotstrukturgröße

Wir bieten Auflösungen von 3000 dpi bis 128000 dpi an. Bei jedem Plotter kann man zwischen zwei oder drei Auflösungsstufen wählen. Somit ist es möglich, für jeden einzelnen Plot die erforderliche Kleinststrukturgröße einzustellen und damit die Plotgeschwindigkeit zu optimieren. Je niedriger die Auflösung, desto höher die Plotgeschwindigkeit, und umgekehrt.
Man sollte beachten, dass bei allen Laser- und Rasterfotoplottern die Kleinststrukturgröße direkt mit der projizierten Fläche bzw. der Pixelgröße zusammenhängt, mit ihr allerdings nicht identisch ist. Das liegt daran, dass sich eine Linie oder ein Muster aus mehreren Pixeln zusammensetzt, die eng nebeneinander positioniert werden.
Die Kleinststrukturgröße im 3000 dpi-Modus beträgt beispielsweise nicht 8,47 µm (was der projizierten Pixelgröße entspricht), sondern wurde von uns auf 70 µm festgelegt. Der Grund dafür besteht darin, dass mindestens 8 Pixel erforderlich sind, um eine Linie mit hoher Scharfzeichnung zu erzielen, unabhängig davon ob vertikal, horizontal oder schräg. Entsprechend beträgt die Mindestlinienbreite bei 24000 dpi 20 µm und bei 128000 dpi 4 µm.
Um einen MIVA Fotoplotter zu finden, der Ihren Anforderungen entspricht, brauchen Sie keine Mathematikkenntnisse! Wählen Sie einfach die benötigte Auflösung in der Produktübersicht.

Plotgröße

Es liegt auf der Hand, dass die maximale Filmgröße von der Größe der Auflagefläche begrenzt wird. Die Mindestfilmgröße wird von den Modellen MIVA Kompakt- und Produktions-Klasse nicht eingeschränkt und hilft so, Verschwendung von Filmmaterial zu reduzieren. Der Film kann vor dem Plotten zugeschnitten werden.
Für die maximale Plotgröße der einzelnen Maschinen möchten wir Sie auf die Produktübersicht auf dieser Website verweisen. Custom-Size-Fotoplotter werden auf Anfrage gebaut, um kundenspezifische Wünsche berücksichtigen zu können. Bislang wurden schon etliche individuell gefertigte MIVA Fotoplotter weltweit ausgeliefert und installiert. Der Größte wird momentan in Großbritannien eingesetzt und besitzt eine Plotgröße von 3 m x 1,1 m.

Umgebung

Aufgrund der Tatsache, dass die Xenon-Lichtquelle weißes Licht produziert, können rot-, grün- oder blaulichtempfindliche Filme von unseren Systemen belichtet werden. Grün- oder blaulichtempfindliche Filme sind allerdings leichter zu handhaben, da man bei ihnen rote Dunkelkammerbeleuchtung verwenden kann. Die Belichtungssysteme der meisten Plotterhersteller nutzen dagegen monochromatisches Licht, für das entsprechende Filme mit passenden Farbempfindlichkeiten erforderlich sind. Um den Film einzulegen und zu entnehmen ist eine Dunkelkammer mit geeigneter Beleuchtung erforderlich. Während des Plotvorgangs ist der Plotter lichtdicht, so dass normales Arbeitslicht eingeschaltet werden kann.

Software

Netlink - ein mit Windows 9X, 2000 und XP kompatibler Queue- und Plotmanager.
Netlink läuft von jedem PC aus, der sich im selben Netzwerk wie der Plotter befindet. Das Netlink-Paket macht es möglich, MIVA Fotoplotter über das Lokalnetzwerk fernzusteuern.
Außerdem ermöglicht Netlink es, Plotwarteschlangen für viele verschiedene Grafikformate und Plotmaterialien ohne Umstände einzurichten. Der Fotoplotter wird automatisch auf besondere Materialanforderungen eingestellt. Somit wird die Wahrscheinlichkeit für betriebsbedingte Fehler verringert und der Anwender entlastet.
Der MIVA Bitmap Interpreter - Plotten aus PostScript, TIFF und PCX Dateiformaten.
Der MIVA Bitmap Interpreter macht das Plotten von Bitmap-Dateien aus zahlreichen Grafikformaten möglich. Die derzeit unterstützten Formate sind:
• PCX (1 und 8 bit)
• TIFF (Dekomprimiert und Packbits-Format)
• PostScript
Andere Eingabeformate können auf Anfrage unterstützt werden.
Dies ermöglicht dem Benutzer folgendes:
1. Effizientes und kostengünstiges Plotten von Postscript-Daten. Postscript-Daten (.PS- und .EPS-Dateiformate) können auf einem externen PC in TIFF-Packbits-Daten konvertiert werden, was die Bearbeitungszeit für den Fotoplotter verringert.
2. Vorschau von Bitmaps, die es ermöglicht, mit normalen CAM-Paketen die Panelisation von Bitmap-Daten zu prüfen.
3. Es können Gerberdaten erzeugt werden, so dass Postscript-Logos konvertiert und als Prüfabschnitte in der CAM-Software oder mit Fotoplottern anderer Hersteller verwendet werden können.
CAM350
Das PCB Layout-Design-Paket CAM350 wird optional zum Plotter mitgeliefert. Es handelt sich dabei um ein CAM-System, das sich insbesondere an die Leiterplattenindustrie richtet. Solche Systeme sind in der Lage, Daten aus CAD-Systemen zu importieren, diese für die Weiterverarbeitung zu prüfen (Entwurfsregelprüfung) und sie für die Leiterplattenproduktion aufzubereiten. Funktionen wie Panelisation, Grenzbereichskompensation, Bohr- und Routdatenexport, Leiterplattentestgerät-Dateien etc. sind hierbei beinhaltet.

Plottertreiber und Eingabeformate

Der Standardtreiber für Fotoplotter ist zur Steuerung des Plotters und zur Rasterung der Eingabedaten geeignet. Die üblichen Eingabeformate sind Gerber, RS-274X (Extended Gerber), HP-GL, Fire 9000. Treiberupgrades sind auf Anfrage erhältlich und innerhalb der Garantiefrist oder als Teil eines Servicevertrags kostenfrei.
RS-274X, auch bekannt als Extended Gerber:
Dieses Datenformat beinhaltet alle Informationen, die für die Simulation von Blendentabellen und neueren Funktionen wie die Foto-Komposition (Kombination von negativen und positiven Daten, damit keine Kontaktkopien von Filmen erstellt werden müssen) etc., gebraucht werden. Es kann direkt in den MIVA Fotoplotter eingespeist und braucht nicht weiter bearbeitet zu werden.
Postscript and bitmaps– Siehe oben “MIVA Bitmap Interpreter”
DXF-Daten – manche CAM-Systeme unterstützen jetzt DXF-Eingabe, was bei solchen Kunden vorteilhaft ist, die AutoCAD gelegentlich für Entwürfe nutzen. Wie bei Postscript sollte man für diesen Dateityp mehr Vorbereitungszeit einkalkulieren.
Hewlett Packard Graphics Language (HPGL) - Die meisten CAM-Systeme sind in der Lage, HPGL-Daten zu lesen. Alle Windows-Programme können die zahlreichen mit dem Betriebssystem mitgelieferten Plottertreiber nutzen. Dabei gibt es allerdings einige Fallen, die man umgehen sollte:
1. Es gibt zwei verschiedene Skalierungssysteme, die im Zusammenhang mit HPGL benutzt werden – die Skalierungsdifferenz beträgt 0,5 %. Wenn also die korrekte Variante nicht sofort erkannt wird, resultieren daraus später schwerwiegende Probleme. HPGL-Dateien, die mit einem 74xx-Treiber (z.B. für einen 7475 Plotter) erstellt wurden, werden also um 0,5% zu groß geplottet, wenn sie vom PC so verstanden werden, als ob die Daten für einen anderen Plottertyp gedacht wären. Es ist nicht so leicht zu erkennen, für welches System die Daten erzeugt wurden, auch nicht für den Kunden. Deshalb ist es am sichersten, diesen Datentyp folgendermaßen zu verarbeiten: In die CAM-Software einlesen und messen!
2. Manche HPGL-Systeme wie AutoCAD erzeugen HPGL-Plots, die zwar auf dem Papier gut aussehen, aber nicht, wenn sie auf den Film bei hoher Auflösung geplottet sind. Das liegt daran, dass die Tinte auf dem Papier zerfließt. Eine runde Form beispielsweise wird als sternförmige Kontur gedruckt, was die Form auf dem Film alles andere als rund aussehen lässt. Aufgrund der Tatsache, dass der Füllalgorithmus Teile der Grafik weglässt, können auf dem fertig geplotteten Film komplizierte massive Flächen kleine dreiecksförmige Lücken aufweisen. Wenn Sie HPGL benutzen müssen, ist dieses Problem zu beheben, indem Sie die Grafikdaten 4x größer generieren und sie innerhalb des CAM-Pakets oder des Fotoplotters zu verkleinern.
 
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